Gedanken zum vierten Advent 2025
Freuet euch im Herrn allezeit! Noch einmal wiederhole ich’s: „Freuet euch!“ Der Herr ist nahe!
Philipper 4,4.5b
Muss ich denn alles zweimal sagen? Muss Paulus die Gemeinde in Philippi so eindringlich auffordern, sich zu freuen? Sind die Philipper solche Trauerklöße? Ich denke nicht. Vielmehr platzt Paulus selbst vor lauter Freude! Und es ist eine Freude, die etwas Besonderes in sich trägt: Freuet euch im Herrn — allezeit. Ein Geheimnis offenbart sich hier, denn diese Freude geschieht im und mit dem Herrn Jesus Christus. Darum muss er es wiederholen: Freuet euch!
Ja, es mag schwierige Zeiten geben, große Not und Verzweiflung, aber wir sind nicht allein. Es ist eine Erinnerung an die Zusage des Herrn Jesus: Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Weltzeit. So werden unsere Not, unsere Angst und unsere Sorgen hindurchgetragen. Wir tragen unsere Last nicht allein; wir haben einen Helfer, der über allem steht. Darum ruft Paulus es so eindringlich und sogar zweimal aus und bekräftigt: „Der Herr ist nahe.“ Das hat zwei Bedeutungen: Zum einen ist der Herr, wie gesagt, bei uns; zum anderen wird er wiederkommen. Das ist ein Blick in die Ewigkeit – das Beste kommt noch! So ist die Adventszeit mit ihrem Lichterglanz ein Ausblick auf die strahlende Gegenwart Gottes die wir erwarten dürfen. Dort in der Ewigkeit wird dann alles Leid vorbei sein. Advent kommt vom lateinischen Wort „adventus“ – Ankunft. Daher ein doppeltes „Freuet euch!“: Der Retter kommt, unser Heiland Jesus Christus. Noch ein paar Tage, dann feiern wir seine Geburt: Gott wird Mensch. Um unseretwillen ist er in unsere Not, in die Last der Sünde, hineingekommen und hat sie am Kreuz getragen. Den Advent kann man nur im Zusammenhang mit Weihnachten und Ostern verstehen. Verstehen wir das? Darum eben ein zweifaches „Freuet euch!“ — laut und deutlich! So dürfen wir es auch weitersagen: „Freuet euch im Herrn allezeit!“ Noch einmal: „Freuet euch!“ Der Herr ist nahe!
Ich wünsche allen einen gesegneten vierten Advent.

