Gedanken zum ersten Advent 2022

Siehe, dein König wird zu dir kommen: Gerecht und ein Retter ist er. Sacharja 9,9b
Nun haben wir den ersten Advent.
Ach Sacharja, was ist das für eine großartige Ankündigung, die du da machst. Ein Retter für Israel? Aber wann wird er kommen?
Viele Hundert Jahre später. Der Retter kommt. Endlich, aber wie kommt er? So wie ein König David, mit einem großen Heer? Und wird er jubelnd und mit Ehren von dem Volk Israel empfangen werden?
Mitnichten! In einem Stall bei Bethlehem wird er geboren. In einer Futterkrippe inmitten von dem Vieh liegt er da. Ein kleines Kind, doch groß und der Menschheit zugewandt. Jubelnder Empfang? Hirten draußen auf dem Feld hören und sehen die Engelschar, die die Geburt des Retters der Welt ankündigen. Und nun stehen sie an der Krippe, sie die Ausgestoßenen der Gesellschaft und huldigen dem Gottessohn. Und später kommen noch Ausländer, Magier und Sterndeuter aus Babylon. Auch sie erweisen mit kostbaren Geschenken dem König dieser Welt ihre Ehrerbietung. Und das Volk Israel? Wie nimmt es nun seinen Retter auf?
Der Apostel Johannes schreibt dazu in seinem Evangelium, Kapitel 1, Vers 11, Folgendes:
Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an.
Mit dem Kind in der Krippe können sie nichts anfangen. So nah und doch so fern sind die Ankündigungen der Propheten aus ihren Schriften. Festgefahren in ihren Ansichten und Meinungen sehen sie nicht das Offensichtliche. Und so halten sie weiterhin Ausschau und warten auf ihren Retter.
Das Holz der Krippe weist auf das Holz des Kreuzes auf Golgatha. Dort wird der verheißene Retter Israel sich dann deutlich zeigen. Als Retter für Israel und der gesamten Menschheit.
Ja, der Retter ist da, aber anders als du denkst.
Ich wünsche allen einen gesegneten ersten Advent.

Andreas

Gläubig, aber nicht leichtgläubig. "Bibelfreak", (In)Fragensteller, verliebt in Kirchengeschichte und dem Historischen Hintergrund der Bibel. Und immer auf der Suche nach der Wahrheit in der Wahrheit. Alles hinterfragen - auch mit der Aussicht keine Antwort zu finden. Ich mag Josua, David, Petrus und Paulus. Und noch viele andere Personen in der Bibel, vor allem aber die "Versager und Chaoten"...

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