Gedanken zum zweiten Advent 2021

Blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht. Lukas 21,28
Laut dem Kalender haben wir nun den zweiten Advent.
Hier wird eine Einladung ausgesprochen. Gerade in der Zeit der Not ist es durchaus gut, einmal die Blickrichtung zu ändern. Und wenn das Haupt auch noch gesenkt ist, ist der Blickwinkel natürlich eingeschränkt. Dann ist es doch hilfreich mal das Haupt, den Kopf, emporzuheben. Zudem zeigt dieser Vers aus dem Lukasevangelium auf, woher wir denn Hilfe zu erwarten haben.
Unsere Erlösung, das Wort im Grundtext meint den Loskauf von Sklaven oder Gefangenen durch Zahlung eines Lösegeldes. Also nicht nur Erlösung, sondern Befreiung. Eine Befreiung von allem, was uns gefangen und zerstören will. Sie ist nahe, nicht nur angekündigt, sondern versprochen!
Und nahe kann auch bedeuten, dass sie schon gegenwärtig ist. Auf jeden Fall ist die Erlösung versprochen.
Das Haupt emporheben, nach oben schauen, eine wichtige Aufforderung. Die Erlösung, die Befreiung kommt nicht aus der Welt, von unten. Nein, sie sie kommt nur von oben!
Es ist Gottes Gnadenhand, die dort in der dunklen Stunde auf Golgatha in unser Leben bricht. Im stellvertretenden Sterben des Gottessohnes wird uns Erlösung dargeboten. Die Augen der Anwesenden bei der Kreuzigung waren auf den gerichtet, der zuletzt ausrief: Es ist vollbracht!
Der Weg dorthin wurde von oben angekündigt, sei es durch einen Stern oder durch die Engel. Von oben her geschah die Geburt des Weltenerlösers. Ein Fresstrog aus Holz war seine Wiege und ein Kreuz aus groben Holzbalken war der Ort seines Sterbens. Alles geschah für Dich, für uns.
Advent, bedeutet Ankunft, der Befreier ist gekommen, auch in unser Leben. Und er wird ein zweites Mal wiederkommen. Das ist der erweiterte Blick nach oben. Die Erwartung der zugesagten endgültigen Erlösung.
Blicken wir auf, schauen wir nach oben, denn nur von dort kommt unsere Erlösung, unsere Befreiung.
Ich wünsche allen einen gesegneten zweiten Advent.

Andreas

Gläubig, aber nicht leichtgläubig. "Bibelfreak", (In)Fragensteller, verliebt in Kirchengeschichte und dem Historischen Hintergrund der Bibel. Und immer auf der Suche nach der Wahrheit in der Wahrheit. Alles hinterfragen - auch mit der Aussicht keine Antwort zu finden. Ich mag Josua, David, Petrus und Paulus. Und noch viele andere Personen in der Bibel, vor allem aber die "Versager und Chaoten"...

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